How to: Find inspiration in other styles (but not forget your own!)

Sonntag, August 14, 2016

Inspiration own style marislilly cover

[Post in Zusammenarbeit mit westwingnow.de]

 

Manchmal ist das Stöbern nach Inspiration gar nicht so einfach bzw. beglückend. Da sieht man eine Riege an wunderschön eingerichteten Räumen, einer stimmiger als der andere, der eine im Skandi-Chic, der nächste opulent-orientalisch, clean im all-white Look, gemütlich mit rustikalem Holz, schweren Möbeln, dunklen Tönen oder oder oder. Und die eigene Wohnung und Einrichtung erscheint einem plötzlich so falsch. Langweilig. Die Decke, die man zuletzt angeschafft hat, kommt einem plötzlich total doof vor, “die passt ja auch null zu diesem Bild und der Vase, die mir in dem Look hier so gut gefallen! Vielleicht muss die weg!”. Oder man meint plötzlich, dass die Sofa-Tisch-Lampen-Kombination totaaaaal altbacken ist. Sind so kleine Beistelltische nicht jetzt angesagt? Und kann ich die Vase überhaupt kaufen, die ist silbern und ich hab so viel in Gold!?

Man verrennt sich schneller als man meint und verliert den Blick für den eigenen Stil. Vor allem, wenn man komplett neu einrichtet und nicht viel “eigenes, altes” noch hat. Eine Wohnung lebt von den Personen, die dort leben, nicht den Stylisten, die das Sofa, den Tisch, die Stühle und die Bilderrahmen, die man dazu gekauft hat, in Szene gesetzt haben. Natürlich haben diese einen Blick für Stimmiges, für Wohnliches und Zusammenpassendes. Aber daheim bei euch kann, darf und soll das ganz anders aussehen!

Interior01

Ich persönlich steh total auf Weiß, Holz, Gold, Kupfer, Metall, weiche Materialien, Hell-Dunkel-Kontrast, simple Formen, natürliche Farben wie Beige, Braun, Blau. Ich mag es aufgeräumt und “clean”, aber auch gemütlich und warm. Dazu habe ich ein paar Teile, die ich nicht liebe, weil sie so gut aussehen (meine Kuscheldecke im Wohnzimmer!), sondern weil sie einfach perfekt ihren Job tun (die Decke ist der Hammer!) und sie mich glücklich machen. Ich werde also de facto nicht so bald mein hässliches Rot/Orange/Blau-Monster gegen das chices helles tauschen. Wie passt aber dann mein Ungetüm zum skandinavischen Stil, den weißen Möbeln und den kupferfarbenen edlen Details, die mir so gefallen?

Einfach so.

Manchmal ist weniger mehr. In diesem Fall: weniger denken, weniger stylen, mehr machen.

Ich finde es einfacher, Inspirationen in Sachen Dekoration, Stil und Muster umzusetzen, wenn man sich zuvor ein paar grundlegende Gedanken gemacht hat (siehe “How to find the color scheme for your home”), denn das gibt einen eigenen ruhigen Rahmen, in dem man sich mehr oder minder austoben kann.

Es hilft auch, sich dem bewusst zu werden, was man schön findet. Ich persönlich nutze dazu sehr viel Pinterest und habe Boards für jeden Raum und einen für “Ideas & inspirations”, auf das alles kommt, was mir gefällt. Stimmungen, Möbel, Dekos, Tischdekorationen, Bettwäsche, einfach alles. Nicht alles davon könnte ich mir daheim vorstellen, aber es gefällt mir eben. Das hilft den Blick für das zu schärfen, was dem eigenen Stil entspricht.

Mixen!

Oben seht ihr z.B. drei sehr unterschiedliche Stile gemixt. Die cleane Glasvase mit dem Kupferdetail, der grafische Kerzenständer und die Holzkiste mit den kleinen Glasflaschen. Super unterschiedlich, aber ich find zusammen passen sie doch total schön.

Ein Tipp: ich finde ähnliche Stücke (z.B. alles Vasen) in ganz unterschiedlichen Stilen zusammen toll. Wenn man einen Platz dekorieren möchte, wie einen Bar Tray, eine Kommode oder ein Regal, so ist es vielleicht einfacher mit sowas anzufangen, als gleich mit Vasen, kleinen “Hinstellerchen”, Bildern, Kerzenständern, Körben, Tassen, Gläsern, Karraffen zu arbeiten. Das kann u. U. wirr aussehen, wobei man es einfacher hat, wenn man ähnliches mixt. Funktioniert ebenfalls mit Gläsern (bei Bars z.B. oder in der Küche), Bilderrahmen und Kerzenständern!

Hier finden sich zwei Vasen, die extrem unterschiedlich sind, aber ein harmonisches Zusammenspiel bilden. Auch ohne Blumen sehen sie super aus!

Profi ist, wer dann noch drauf achtet, hohe und niedrige Elemente zu “verbauen”, das sieht immer harmonischer aus, gerade wenn man ein Regal oder eine hohe Kommode dekoriert. :-)

Möbel sind eine andere Sache.

Natürlich schafft man sich nicht teure Möbel an und entdeckt dann nach Aufbau, dass einem das doch viel zu gequetscht ist mit dem viktorianischen Sofa, dem chinesischen Sideboard, der riesigen Skulptur und der großen Gallery Wall. Ein Moodboard mit Ausschnitten, Drucken usw. finde ich zu aufwändig, da ich so etwas a) dann doch nie zu Ende zu führe b) es mir zu viel Müll ist und c) ich da den Überblick verliere. Mir hilft es sehr, mir das entsprechende Stück möglichst clean (z.B. aus einem Onlineshop oder Katalog) auf dem Handy oder eben dem Katalog, dann an die Stelle zu halten, die ich füllen möchte mit dem entsprechenden Möbel. Und das immer mal wieder. Den Platz frei räumen für das Sideboard und dann warten. Einfach mal ein, zwei, drei Wochen den Platz leer lassen. Und verschiedene Stücke mir da vorstellen. Denn meist gefallen einem ja nicht nur ein Möbel, sondern vielleicht 3, 4 oder sogar 5 verschiedene.

Mixing Styles

Bei uns im Wohnzimmer finden sich Skandi-Elemente (Kupfer, die Beistellstische), Industrial Look (die Lampe, die Kisten, auf denen unser Fernseher steht), Orientalisches (der runde Teppich) und simple Einrichtungselemente wie ein IKEA Kallax, ein simpler heller Holztisch, die alte Couch und ein Weinkistenregal. ich finde alles zusammen hübsch, stimmig, gemütlich und einfach wir. Sehr vielen wird es zu bunt sein, zu wirr, zu viel. Anderen wiederum zu langweilig, nicht stringend genug. ich fühle mich sehr wohl und finde mich auch wieder. Und das ist doch das Wichtigste in unserer Wohnung, oder?

Ein paar Inspirationen und Schnappschüsse noch…

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Finding inspiration but not forget your own style - styling, decorating, home

Danke an westwingnow für die folgenden Teile, die ich mir kostenfrei aussuchen durfte:

  1. Runde Marmoroptik-Vase von HOUSE DOCTOR
  2. Blau-goldene Vase von HOUSE DOCTOR
  3. Coconut Duftkerze (so natürlich und lecker!) von BROSTE COPENHAGEN
  4. Tray Table von ANDREA HOUSE [der ist sehr leicht & klein btw]
  5. Weingläser von NACHTMANN

Sonst noch:

Runder Ornamente-Teppich: Impressionen
Glas Ananas: H&M Home
Glasvase mit Kupferdetail: (ähnlich hier) H&M Home
s/w Musterteppich: Impressionen
Kissenhüllen: H&M Home, Depot, Impressionen
Beistell-Tische: Westwingnow
Lampe: IKEA

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3 Kommentare

  1. Schöner Beitrag - mir gefällt die stimmung!

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  2. Es muss und soll meiner Meinung nach auch garnicht immer Katalog-Perfekt sein. Man selbst muss sich wohl fühlen und wenn heute etwas nicht stimmig erscheint, dann einfach kurz ändern :)

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